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Computertomographie (CT)

CT des Kopfes bei akutem Schlaganfall mit Halbseitenlähmung rechts. Leichte Minderung der Röntgenabsorption in der linken Hirnhälfte (Pfeil)

Bei der CT handelt es sich um ein Röntgenverfahren, mit dem innerhalb von Sekunden der ganze Körper mit seinen Organen und Blutgefäßen dargestellt werden kann. Die CT ist daher vor allem in Notfallsituationen das „Arbeitspferd“ der Neuroradiologie und hat die konventionellen Röntgenaufnahmen des Kopfes schon lange verdrängt und zu Spezialuntersuchung für ganz gezielte Fragestellungen gemacht.


CT-Angiographie mit Aneurysma

Bei der CT rotiert die Röntgenröhre um den Körper, der langsam durch den Röntgenstrahl gefahren wird. Aus den Abschwächungswerten, die mit speziellen Detektoren erfasst werden, berechnet der Computer ein Bild des durchstrahlten Gewebes. Ein Computertomogramm besteht somit praktisch immer aus einer Vielzahl von Schichtbildern. Anders als bei gewöhnlichen Röntgenuntersuchungen können die Organe überlagerungsfrei und daher besser abgebildet werden. Schon geringe Gewebeunterschiede treten in Erscheinung und können durch Kontrastmittelinjektion zusätzlich verstärkt werden. Diese revolutionäre Technik erlaubt es, ohne nennenswerte Belastung des Patienten lebendes Gewebe direkt darzustellen.

CT-Perfusionsmessung mit Durchblutungsstörung (rot) der linken Gehirnhälfte

Die 1973 erstmals am Menschen eingesetzte Methode hat den "Vätern" der Computertomographie, G.N. Hounsfield und A.M. Cormack 1979 den Nobelpreis eingebracht. Die CT wird in der Neuroradiologie als erste Untersuchung bei akuten Erkrankungen, unklaren Störungen des Bewusstseins und Verletzungen eingesetzt (Blutungen, Schädelverletzungen, Schlaganfall). Die CT während der Injektion von Kontrastmittel erlaubt die isolierte Darstellung der gehirnversorgenden Arterien (CT-Angiographie oder -Venographie) und auch der Gehirndurchblutung, wenn der Einstrom des Kontrastmittels ins Gewebe kontinuierlich gemessen und in ein Bild umgesetzt wird.

Ein großer Vorteil der CT ist die ausgezeichnete Knochendarstellung mit hoher Kontrastauflösung. Brüche der Schädelbasis können sehr gut erkannt werden.

CT mit „Knochenfenster“ bei Schädelbasisfraktur (Pfeil)

Bei Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) werden CT und Magnetresonanztomographie (MRT s.u.) eingesetzt, um die Punktionsnadel kontrolliert an den Ort der Gewebeentnahme zu platzieren. Feingewebliche Untersuchungen (Histologie) haben vor allem bei der Klärung von Entzündungen, Infektionen oder Tumoren der Schädelbasis, des Halses und der Wirbelsäule Bedeutung.

 

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